SMUGGLING HENDRIX

Wegen Krankheit entfällt das Filmgespräch am 17.11. um 11:30 Uhr


Yiannis (Adam Bousdoukos), ein vom Erfolg verschonter Musiker, steht auf der Suche nach einem besseren Leben kurz vor der Ausreise aus Zypern. Von seiner Freundin verlassen, nicht in der Lage seine Miete zu zahlen, spürt er zudem den Atem seiner Gläubiger im Nacken. Seine Pläne werden jedoch auf den Kopf gestellt, als sein Hund Jimi drei Tage vor seiner geplanten Abreise davonläuft - ausgerechnet in die UN-Pufferzone zu dem von der Türkei kontrollierten Teil der Insel. Als er Jimi endlich wiederfindet, wird er mit einem absurden Gesetz konfrontiert, das die Überquerung von Tieren zur griechischen Seite strikt verbietet. Yiannis muss sich eine Alternative überlegen, wie er seinen geliebten Hund zurückbringen kann. Er lernt Hassan kennen, der auf der anderen Seite der Grenze lebt und ihm dabei helfen will, Jimi zurück zu schmuggeln - doch die Uhr tickt...

Mit absurder Komik und Gespür für Zwischentöne inszeniert der cypriotische Regisseur Marios Piperides seine temporeiche Tragikomödie. In den absurden Verhältnissen und grotesken Situationen spiegelt sich der Zypern-Konflikt. Lange Zeit galt die Grenze zwischen den beiden Landesteilen der Insel als die letzte Mauer Europas. Undogmatisch macht Piperides die persönliche Dimension dieses komplexen politischen Themas sichtbar. Jenseits des Mainstreams überzeugt dabei sein Hauptdarsteller, der deutsch-griechische Tausendsassa Adam Bousdoukos. Der gebürtige Hamburger aus dem Clan des Kultregisseurs Fatih Akins feierte mit der Komödie „Soul Kitchen“ seinen Durchbruch. Als treu sorgender Hundebesitzer, dessen Liebling alle Grenzen ignoriert, begibt sich der 45jährige auf eine abenteuerliche Reise mit Hindernissen.

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